Langeweile? Fehlanzeige.

Viele Reisen, spannende Projekte und neue Gegebenheiten – Consultant ist kein Beruf des Stillstands. Es wechseln regelmäßig der Projekteinsatzort, die Aufgabenstellung und die Kollegen, oft alle drei Komponenten gleichzeitig. Berater arbeiten in einem Umfeld, in dem kaum ein Tag wie der andere ist. Doch obwohl sich vieles von Engagement zu Engagement unterscheidet, gibt es eine feste Menge wiederkehrender Aufgaben.

Typische Situationen im Berateralltag.

Christoph Scheffe hat Maschinenbau studiert und arbeitet seit Anfang 2018 bei Kerkhoff Cost Engineering als Senior Consultant.

Das Leben aus dem Koffer - wie ist es, vier Tage die Woche on Tour zu sein?
Montagfrüh fünf Uhr - der Wecker läutet die nächste Beraterwoche bei unserem Kunden in Norddeutschland ein. Nach zwei Kaffee und rund 550 km Anreiseweg kann es dann los gehen: Termine zur Durchsprache des Präsentationsentwurfs für das in wenigen Tagen anstehende Entscheidungsgremium werden vereinbart, Berechnungen über die identifizierten Herstellkostenpotenziale finalisiert und letzte Ideen aus dem interdisziplinären Ideenworkshop bewertet. Im Projektendspurt, was neben den sehr intensiven Potenzialanalysen die härtesten Tage sind, muss alles passen. Nach einem langen Tag geht es zum Essen beim Griechen und danach ab ins Hotel. Da das Umsetzungsprojekt nun rund sieben Monate andauert, fühlt man sich schon fast etwas zu Hause. Noch schnell den Koffer ausräumen und einen kurzen Blick auf die Mails werfen, dann geht es ins Bett.


Werden aus Kollegen auch echte Freunde?
Donnerstagnachmittag ist Abreise beim Kunden. Nächster Halt ist Düsseldorf, da freitags unser Office-Day ist. Der einzige Tag der Woche, an dem man alle Kollegen sieht. Es fühlt sich zeitweise ein bisschen wie ein Familientreffen an. Man tauscht sich zu den jeweiligen Projekten aus, holt sich den ein oder anderen Tipp von Kollegen und macht die Reisekostenabrechnungen. Zu einigen Kollegen entwickelt man im Laufe der Zeit einen besonders guten Draht. Mit einem meiner Mitstreiter bin ich mittlerweile sehr gut befreundet, man trifft sich privat und ich werde sogar bei seiner Hochzeit im Sommer dabei sein.


Wie schafft man es, beim Kunden vor Ort zu punkten, auch wenn man zum (ungewollten) Beraterteam gehört?
Es ist ein cooles Gefühl, wenn ich weiß, dass ich dem Kunden mit meinem Expertenwissen und der ein oder anderen Think-out-of-the-box-Idee helfen konnte, seine Herstellkosten in den Griff zu bekommen und somit seine Wettbewerbsposition zu verbessern. Klar – man ist nicht immer willkommen… Ab und zu kommt es vor, dass man nicht mit offenen Armen empfangen wird oder einem gar die Ablehnung entgegenschlägt. Dann heißt es dranbleiben und auch die skeptischen Stakeholder des Kunden von der eigenen Kompetenz und der guten Absicht, in der man letztlich da ist, zu überzeugen. Dabei hilft es immer einfach authentisch zu sein und sich in die Lage des Gegenübers zu versetzen: Wie würde es mir damit gehen, wenn ich einen Berater vor die Nase gesetzt bekäme, der (angeblich) alles besser weiß? Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Über kurz oder lang ist das Eis gebrochen und man nimmt gemeinsam richtig Fahrt im Projekt auf.

 

Tipps für den Berater-Neuling
Zum Abschluss noch einen Tipp für alle, die über eine Beratertätigkeit nachdenken: Lasst euch nicht vom vielen Reisen und dem Immer-wieder-von-vorne-anfangen bei jedem neuen Projekt abschrecken! Man gewöhnt sich erstaunlich schnell an den neuen Wochenrhythmus und es macht verdammt viel Spaß, in so kurzer Zeit in so viele unterschiedliche Unternehmen einzutauchen.

Christian Lackmann hat sein Wirtschaftsingenieurwesen-Studium mit dem Master abgeschlossen und arbeitet seit Anfang 2019 als Consultant bei Kerkhoff Consulting mit dem Schwerpunkt „Lean Management“.

Das Leben aus dem Koffer - wie ist es, vier Tage die Woche on Tour zu sein?
Montag sehr früh am Morgen, es klingelt der Wecker um viertel nach vier, schlaftaumelnd gehe Ich ins Bad, mache mich frisch und schlüpfe in die bereits rausgelegten Business-Klamotten. Und schon klingelt mein Handy - mein bestelltes „myTaxi“ erwartet mich bereits und bringt mich zum Flughafen, wo meine Kollegen auf mich warten. Etwas schlaftrunken aber mit Vorfreude starten wir in die gemeinsame Woche. Wir verbringen zusammen 12 -15 Stunden am Tag, um neue Aufgaben gemeinsam mit und für den Kunden zu meistern. Das ist immer wieder ein intensiver und lehrreicher Zeitabschnitt. Wie beim Antritt freue Ich mich genauso auch Donnerstagabends am Düsseldorfer Flughafen zu landen und in meine eigenen vier Wände zurückzukehren.


Werden aus Kollegen auch echte Freunde?
Ich bin echt froh sagen zu können, dass ich schon nach kurzer Zeit bei Kerkhoff bereits mehrere Freunde gefunden habe. Neben dem Job verbringen wir auch privat Zeit miteinander, ob beim Sport, Ausgehen oder Feiern. Wir laden uns gegenseitig in die jeweiligen Heimatorte ein – angefangen bei Düsseldorf über Augsburg, München bis hin zu Wien. Echt toll! Und das habe ich offen gestanden auch so nicht erwartet. Ich denke, dass dies auch durch die besondere „Boutique-“Kultur bei Kerkhoff gefördert wird.


Wie schafft man es, beim Kunden vor Ort zu punkten, auch wenn man zum (ungewollten) Beraterteam gehört?
Es sind häufig die vielen kleinen Dinge, die den Kunden von deiner Person überzeugen. Basics sind gut vorbereitete Termine (Agenda, Unterlagen, Vorgespräche und Abstimmungen mit Kollegen und dem Kunden), um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, sowie ein gute Gesprächsführung,  um den Kunden von unserer Professionalität und schnellen  Auffassungsgabe - Ihn als Kunden auch richtig verstanden zu haben - zu überzeugen. Darüber hinaus ist proaktives Denken und Handeln sehr förderlich, um eine gute Dynamik im Projekt zu generieren.


Welche Phasen sind besonders stressig, welche weniger intensiv?
Zur stressigsten Phase gehören definitiv die Potenzialanalysen, wo wir in wenigen Wochen für einen Teilbereich – zum Beispiel SCM, Einkauf, Produktion – eine komplette Unternehmensanalyse durchführen, mit dem Ziel, möglichst viele belastbare Potenziale zu finden. Auch Abschlusspräsentationen und Lenkungskreisausschüsse, bei denen Ergebnisse auf oberste Ebene beim Vorstand präsentiert werden, haben es in sich.


Was ist an einem Office-Day so los?
An den Freitagen hat man immer wieder ein kleines „Reunion“-Erlebnis, wo man alte und neue Projektkollegen wiedertrifft und die ereignisreiche Woche gemeinsam Revue passieren lässt. Häufig spaziert man in die Büros rein, umarmt sich und freut sich einfach, sich wiederzusehen. In der Regel nimmt man auch an einer der vielzähligen Schulungen teil und trifft sich in Team-Meeting, um sich mit allen Bereichen (Lean, Einkauf, SCM…) zu synchronisieren. Freitag ist somit ein wohltuender Tag. Perfekt, um sich auch auf das Wochenende einzustimmen.

Wie ist es, bei einem Beratungsspezialisten zu arbeiten?
Das immense Know-how, innovative Ideen und die Zusammenarbeit mit inspirierenden und smarten Leuten ist eine tolle Umgebung, in dem die eigene persönliche Entwicklung nahezu automatisch angetriggert wird – eine tolle Erfahrung!


Tipps für den Berater-Neuling
Dive in, stay at it, be open, stay focused, have fun growing and learning 😊 See you soon!

Johannes Kobbeloer hat Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit 2016 bei Kerkhoff Indirect Procurement als Manager.

Das Leben aus dem Koffer - wie ist es, vier Tage die Woche on Tour zu sein?
Bei der ersten Reise war es ehrlich gesagt schrecklich. Ich hatte die Hälfte der Sachen vergessen, falsche Schuhe eingepackt und alle Hemden waren zerknittert. Bei der zehnten Reise war ich dann schon ziemlich gut. Alles dabei, sogar die Sportsachen! Vier Tage die Woche bei einem Kunden schaffen Fokussierung. Man verbringt nicht nur Zeit beim Kunden, sondern auch im direkten Umfeld – Land, Stadt, Ortsteil. Man ist voll auf die Kundensituation eingestellt und wird kaum von anderen Dingen abgelenkt. Und so blöd es klingt: Wenig Privatleben führt zu sehr effektiven Arbeitstagen. Ganz ambitionierte Kollegen gehen vor der Arbeit noch gemeinsam Laufen. Ich habe gelernt, dass eigene Zuhause noch mehr wertzuschätzen.


Werden aus Kollegen auch echte Freunde?
Einfach Antwort: Ja! Aber nicht nur Freundschaften, sondern sogar Beziehungen und ganze Familien können entstehen. Okay, Letzteres eher selten, aber es gibt bereits ein Kerkhoff-Baby! ? Man verbringt viel Zeit mit den Kollegen: im Auto, im Flugzeug, beim Kunden, im Hotel… Manche Tage sind lang und man sitzt viele Stunden in einem engen Projektbüro beim Kunden zusammen. In Summe verbringt man also den Großteil der Woche mit den Kollegen. Ein gutes Miteinander ist hierbei unerlässlich! Und was neben der ganzen Arbeit natürlich nicht fehlen darf ist Spaß – und das funktioniert nur gemeinsam mit anderen Menschen. Auch das gemeinsame Weggehen am Wochenende oder an freien Tagen steht häufig auf der Agenda. Gerade in privaten Runden lernt man sich besser und anders kennen, als im Geschäftsumfeld. So entstehen Freundschaften, die über das Arbeitsleben hinaus gehen.


Wie schafft man es, beim Kunden vor Ort zu punkten, auch wenn man zum (ungewollten) Beraterteam gehört?
Fachlich überzeugen und auf Augenhöhe kommunizieren! Viele unserer Kunden setzen sich bereits intensiv mit Themen rund um Einkauf, Supply Chain Management und Produktion auseinander. Nun kommen wir Berater daher und sollen Optimierungsmöglichkeiten vorzeigen. Bei den handelnden Personen entsteht häufig der Eindruck, als wolle man ihre vermeintlichen Fehler aufzeigen. Dies kann zu Spannungen führen. Sensibilität ist hierbei gefragt! Kommunikation auf Augenhöhe bedeutet: nicht von oben nach unten. Berater bei Kerkhoff zu sein heißt nicht, dass wir dem Kunden diktieren, wie er Dinge neu oder anders zu tun hat. Wir haben Respekt vor dem bereits Geleisteten. Und: Wir wissen, was wir tun. Denn wir sind keine Strategie-Theoretiker, sondern verfügen über viel fachliche Erfahrung. So gelingt es uns, auf jeder Hierarchie-Ebene zu überzeugen, auch wenn unser Auftraggeber meist die Geschäftsführung ist.


Welche Phasen sind besonders stressig?
Unsere Projekte sind meist in zwei Teile aufgeteilt: die Analyse- und Umsetzungsphase. Die Analysephase bedeutet Stress pur – zwei bis vier Wochen nonstop beim Kunden. Zahlen, Daten, Fakten aufnehmen, auswerten und analysieren, Interviews führen und in kürzester Zeit den Kunden und seine Besonderheiten und Probleme kennenlernen. Anschließend werden alle Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen in einer hochwertigen Abschlusspräsentation zusammengefasst und der Geschäftsführung präsentiert. Natürlich mit dem Ziel, anschließend auch das Umsetzungsprojekt gemeinsam mit dem Kunden auf den Weg bringen zu können.
 

Was ist an einem Office-Day so los?
Die ganze Woche über arbeitet man verteilt auf verschiedenen Projekten. Man sieht also sein Projektteam, aber den Rest der Kollegen nicht. Montags – Donnerstags herrscht daher meist gespenstische Leere auf den Fluren in der Elisabethstraße in Düsseldorf. Die meisten Büros sind dunkel und verlassen. Ganz anders Freitags: endlich wieder Leben im Haus, alle Teams sind in Düsseldorf. Stau an der Kaffeemaschine, kurzer Smalltalk. Wie war die Woche? Wie läuft’s beim Kunden? Allen Kollegen ist anzumerken, wie gut der Austausch über die Projektteams hinaus tut. Wer kann weiterhelfen? Wo kann ich mir einen Tipp abholen? Ein persönliches Treffen ist durch keine E-Mail oder Skype-Konferenz zu ersetzen. Darüber hinaus finden Freitags häufig interne Veranstaltungen statt – Trainings, Team-Runden und gesellschaftsübergreifende Informationsveranstaltungen.

 

Wie ist es, bei einem Beratungsspezialisten zu arbeiten?
Toll! (Reicht das als Antwort? ?) Beratungsspezialist heißt: ein hochwertiges Arbeitsumfeld, viel Expertise in den eigenen Reihen, öffentlich bekannte Kunden, lange und nachhaltige Projekte. Beratungsspezialist heißt aber auch: hohe Erwartungshaltung von allen Seiten.

 

Tipps für den Berater-Neuling
Offen sein, nicht „nein“ sagen, also nicht ablehnend neuen Dingen & Themen gegenübertreten, mutig sein und etwas wagen, von selbst auf Kollegen zugehen, FRAGEN STELLEN und dann Gas geben!

Gemeinsam finden wir die passende Aufgabe in unserem
Team! Stellen Sie sich bei uns vor >